Chronologie

Rechtliches

Veröffentlichung der Chronologie «Rassismus in der Schweiz»

Die zweiteilige und zweisprachige Chronologie „Rassismus in der Schweiz" auf Deutsch und Französisch erfasst einerseits alle öffentlich bekannten Vorfälle. Andererseits ordnet der Verfasser Hans Stutz, Journalist mit Schwerpunkt Rechtsextremismus und Rassismus, in einer Analyse der Hauptverursacher rassistischer Ereignisse diese Vorfälle in die gesellschaftliche Entwicklung ein. Die Chronologie wird jährlich an 15'000 Persönlichkeiten und Institutionen aus Politik, Wirtschaft, Medien, religiösen Gemeinschaften, an Bund und Kantone sowie an Schulleitungen in der ganzen Schweiz versandt. Eine p
ermanente Aktualisierung finden Sie hier.




Chronologie "Rassismus in der Schweiz" 2011 erschienen



Pünktlich zum internationalen Tag gegen Rassismus erscheint die neue Chronologie “Rassismus in der Schweiz“. Sie registriert für das Berichtsjahr 2011 vor allem rassistische Äusserungen gegen hier lebende Minderheiten, so gegen Muslime, Juden und Menschen afrikanischer und jenischer Herkunft. Die Abneigung und Hetze gegen diese Minderheiten werden von Rechtsextremen und immer wieder auch von nationalkonservativen Politikern angeheizt. Das Jahrbuch mit Analysen von Hans Stutz ist eine Ergänzung zu den stets auf dem Internet nachgeführten Einzelvorfällen.


Zürich, 21. März 2012  –  Die Chronologie “Rassismus in der Schweiz“ erscheint dieses Jahr pünktlich zum Internationalen Tag gegen Rassismus. In dieser Publikation analysiert der Journalist Hans Stutz die aktuelle Entwicklung des Rassismus in der Schweiz. In der Chronologie sind für das Berichtsjahr 2011 bis anhin auf der Webpage 65 Einträge aufgeführt. Da erfahrungsgemäss noch weitere Vorfälle bekannt werden, wird die Anzahl in den kommenden Monaten noch steigen. Für das Jahr 2010 erfasste die letzte Chronologie insgesamt 109 Fälle. Wie in den vergangenen Jahren handelt es sich auch 2011 bei rund der Hälfte der Vorfälle um “verbalen Rassismus“, öffentlich geäusserte verbale Ausfälle gegen Muslime, Juden, Fahrende oder Menschen afrikanischer Herkunft.

Hans Stutz, der die Chronologie seit 1995 verfasst, analysiert auch die Entwicklung der rechtsextremen Szene. In einem Dossier dokumentiert der Luzerner die Aktivitäten von rund zwanzig Organisationen und Projekten. Trotz verbreiteter antidemokratischer, autoritärer und gewaltbereiter Einstellungen gelang es der rechtsextremen Szene allerdings auch 2011 nicht, daraus politische Fortschritte zu erzielen.

Ein Eintrag in der Chronologie aus dem Jahre 2009 hat der GRA im vergangenen Jahr durch das Obergericht des Kantons Thurgau eine teilweise Verurteilung wegen Persönlichkeitsverletzung eingetragen. Ein Exponent einer Jungpartei hatte geklagt, weil die Chronologie ihm “verbalen Rassismus“ vorhält. Die GRA hat inzwischen das Urteil zwecks grundsätzlicher Klärung an das Bundesgericht weitergezogen.

Die Chronologie „Rassismus in der Schweiz“, früher „Rassistische Vorfälle in der Schweiz“ genannt, erscheint seit über zwanzig Jahren. Alle erfassten Vorfälle und die Entwicklung der treibenden Kräfte rassistischer Hetze sind über diesen Zeitraum hinweg im Internet nachlesbar. Die Chronologie versucht, all diejenigen Vorfälle zu erfassen, die aufgrund rassistischer oder rechtsextremistischer Motivation geschahen, ungeachtet, ob solche Vorfälle strafrechtlich relevant sein können.

Die GRA Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus und die GMS Gesellschaft Minderheiten in der Schweiz sind die Herausgeberinnen des Verzeichnisses und der Analysen, die in Buchform an 15'000 Meinungsmacher in der Schweiz verschickt werden. Die Publikation erscheint in deutscher und französischer Sprache, der Inhalt ist veröffentlicht auf www.gra.ch.
 

→  Link zur Chronologie "Rassismus in der Schweiz" auf der GRA Website

 

Links

Link zur permanent aktualisiert gehaltenen Chronologie hier auf dieser Homepage.

Bestellung unter: infogra@gra.ch  
Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus  GRA, Postfach, 8027 Zürich
zum Preis von CHF 14.50