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FARE Netzwerk Schweiz

Die GRA engagiert sich gegen Rassismus im Fussball. Erste Erfahrungen sammelte sie an der UEFA EURO 2008 TM. (Schlussbericht). In der Folge hat die GRA 2009 gemeinsam mit NCBI, gggfon und Gemeinsam gegen Rassismus FARE Netzwerk Schweiz gegründet, ist seither im Vorstand der Organisation und stellt das Sekretariat. FARE Netzwerk Schweiz ist der Schweizer Partner für das gesamteuropäische FARE (Football against Racism in Europe), dessen Hauptsitz in Wien liegt.


Erfahrungen aus der Anti-Rassismus-Kampagne an der UEFA EURO 2008 TM


Bei der UEFA Fussball-Europameisterschaft hat das FARE Netzwerk, bei welchem die GRA Mitglied ist, eine grosse Kampagne lanciert. Botschaften gegen Rassismus, Diskriminierung und für Respekt - sowie Aktionen zur Einbeziehung von Fans – wurden grossgeschrieben.

Die Massnahmen bei der UEFA EURO 2008TM standen unter dem Motto „Unite Against Racism“ (Vereint gegen Rassismus).

Die Kampagne wurde in enger Zusammenarbeit mit der UEFA erarbeitet und wurde am Eröffnungstag des Turniers, am Samstag den 7. Juni im Rahmen eines Empfangs im Hilton Hotel Basel präsentiert.(Details)


Die wichtigsten Aktionen von FARE waren:

  • Ein Antirassismus-TV-Spot, der bei allen Spielen gezeigt wurde
  • Bandenwerbung mit der Botschaft „No to Racism“ (Nein zu Rassismus) bei jedem Spiel
  • Die Teamkapitäne trugen spezielle Armbinden
  • Jedes der über eine Million Matchtickets war mit der Botschaft „Unite Against Racism“ versehen.
  • “Vereint gegen Rassismus” stand auf allen Jacken der Stewards sowie auf den Überziehleibchen der Wechselspieler.

Höhepunkt der Kampagne waren die Halbfinalspiele in Wien und Basel. Die vier Teamkapitäne haben vor dem Anpfiff antirassistische Statements verlesen, die weltweit via TV-Übertragung in Millionen von Haushalte ausgestrahlt wurden.

Ausserhalb der Stadien machte die Streetkick Tour in fünf Host Cities (Wien, Salzburg, Klagenfurt, Innsbruck, Genf) Station. Hierbei fanden Fans und migrantische Jugendliche einen Ort der Begegnung und des Kennenlernens. (Details)


Zur Unterstützung der präventiven Arbeit, nutze FARE seine Expertise und stellte BeobachterInnen bei allen Matches. Eine mehrsprachige Telefonhotline und eine E-Mail Adresse wurden eingerichtet, damit rassistische und diskriminierende Vorfälle gemeldet werden können.


FARE organisiert gemeinsam mit Football Supporters International (FSI) ein von der UEFA unterstütztes Fanbotschafts-Programm.


Fanbotschaften in allen acht Host Cities dienten nach dem Motto „von Fans für Fans“ als Informationsdrehscheiben und Treffpunkte für alle angereisten Fans.


«Unite against Racism» war in den Host Cities der Schweiz in Ergänzung mit den verschiedensten Massnahmen präsent:

  • Der Stopp-Rassismus-Kiosk (Details)
  • Das Peacecamp von NCBI (Details) 
  • In Genf (Place du Rhône & Plains de Plainpalais) führt die LICRA in Zusammenarbeit mit FARE ein Strassenfussballturnier mit antirassistischen Botschaften durch.(Details)
  • In Liestal findet das Eurofestival der transkulturellen Strassenfussballliga «Bunt kickt gut» statt, welches die Integration von jungen Migranten fördert. Die Projektkoordination liegt bei Infoklick.ch, Kinder- und Jugendförderung Schweiz.(Details)
     

Die Kampagne „Vereint gegen Rassismus“ bei der UEFA EURO 2008™ wurde vom europäischen Netzwerk Football Against Racism in Europe (FARE) in Zusammenarbeit mit der UEFA durchgeführt und von der internationalen Spielervereinigung FIFPro unterstützt. In der Schweiz koordinierte die GRA Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus die Kampagne.